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Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten

 

Der Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten ist der größte historische Forschungswettbewerb für junge Menschen in Deutschland und will bei Kindern und Jugendlichen das Interesse für die eigene Geschichte wecken, Selbstständigkeit fördern und Verantwortungsbewusstsein stärken. Seit Wettbewerbsgründung 1973 durch den damaligen Bundespräsidenten Gustav Heinemann und den Stifter Kurt A. Körber haben über 130.000 junge Menschen mit mehr als 28.000 Beiträgen an den Wettbewerbsrunden unter wechselnden Themenstellungen teilgenommen.
 Auch an unserer Schule beteiligten sich bereits dreimal junge Historiker an diesem Wettbewerb.

2010/2011 stand der Geschichtswettbewerb unter dem Thema »Ärgernis, Aufsehen, Empörung: Skandale in der Geschichte«. Lisa Sauerstein, Christian Schiller und Erik Zimdahl beteiligten sich mit einer Recherche zu einem Vorkommnis im Rahmen der ersten deutsch-deutschen Städtepartnerschaft zwischen Saarlouis und Eisenhüttenstadt. Eine Delegation aus Eisenhüttenstadt gab 1987 ein Gastspiel in der Bundesrepublik, das ein Musiker aus Frankfurt (Oder) für die Flucht in den Westen nutzte. Aus der Perspektive der DDR ein Skandal – doch die Zeitung „Neuer Tag“ schwieg. Und manche Zeitzeugen tun das bis heute. Das war der Grund dafür, dass aus dem ursprünglich geplanten Film nichts wurde. Stattdessen entstand der Essay  „Ehe auf Probe. Eine deutsch-deutsche Geschichte über die Städtepartnerschaft zwischen Saarlouis und Eisenhüttenstadt“. Darin hinterfragten die Jugendlichen, welche Voraussetzungen nötig sind, damit Menschen Geschichte differenziert betrachten und besprechen, anstatt sie zu verschweigen.
Die  Arbeit wurde mit einem Förderpreis ausgezeichnet.

2012/2013 lautete das Thema des Geschichtswettbewerbs »Vertraute Fremde. Nachbarn in der Geschichte«.
Tom Kache und Domenic Poy beschäftigten sich hier mit der Eröffnung der Erstaufnahmeeinrichtung für Asylsuchende in Eisenhüttenstadt Anfang der 1990er Jahre und der Frage danach, wie Verantwortliche und Bevölkerung in der Stadt die Situation erlebt haben. Dafür standen Zeitzeugen bereitwillig für Gespräche zur Verfügung, so u.a. der evangelische Pfarrer Christoph Lange, der in Eisenhüttenstadt die Gemeinde der Friedenskirche betreut hatte, und Kathrin Heyer, damalige Ausländerbeauftragte. Die weitere Spurensuche in der Regionalpresse ergab ein sehr differenziertes Bild. Zum einen trafen sich im 1992 in den Räumen der Friedenskirchengemeinde gegründeten „Cafè Arche“ regelmäßig junge Asylsuchende und Eisenhüttenstädter, um gemeinsam zu kochen, zu singen und zu tanzen. Andererseits gibt es Bilder davon, wie rund 150 Jugendliche die Zentrale Aufnahmestelle für Asylbewerber angreifen und Brandsätze fliegen. Dennoch beweisen Eisenhüttenstädter mit einer Mahnwache Zivilcourage.
Das Ergebnis ihrer Recherche fassten die Jugendlichen in einer Arbeit mit dem Titel "Die Welt zu Gast in Eisenhüttenstadt - Asylbewerber zwischen Ablehnung und Integration" zusammen, die mit einem ersten Preis auf Landesebene gewürdigt wurde.

2018/ 19 war der Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten Anlass für Schülerinnen und Schüler unserer Schule Anlass für die Auseinandersetzung mit der Geschichte des ehemaligen Kriegsgefangenenlagers Stalag III B in Fürstenberg (Oder). Unter dem Rahmenthema »So geht’s nicht weiter. Krise, Umbruch, Aufbruch« beschäftigten sie sich mit dem Schicksal von Kriegsgefangenen verschiedener Nationalitäten. Im Laufe der Projektarbeit besuchten die jungen Forscher*innen, zu denen u.a. Lukas Heilemann, Erik Janke, Antonia Krugel, Lina Rossow, Lucy Flasch und viele andere gehörten, den Ereignisort des ehemaligen Stalag III B und vertieften ihre Recherche im Städtischen Museum Eisenhüttenstadt im Ortsteil Fürstenberg (Oder). Hinzu kam die Auswertung von Selbstzeugnissen wie Log-und Tagebüchern sowie Briefen. Die ehemaligen Kriegsgefangenen sollten selbst zu Wort kommen. Und so entstand ein Film mit dem Titel „Stalag IIIB – Schreiben als Umbruch im Innern“, in dem Selbstzeugnisse sowohl in den Originalsprachen als auch in deutscher Übersetzung gelesen wurden. Außerdem bereichern Erinnerungen des Zeitzeugen Günter Slosarek den Beitrag mit authentischen Erlebnissen.
Auch dieser Wettbewerbsbeitrag wurde mit einem ersten Landespreis ausgezeichnet.